In die Kirche will ich noch nicht wieder eintreten, weil mir unmündige Kindstaufe und das 1. Gebot nicht gefallen. Denn Götter(prinzipien) erkenne ich ebenso an, wie ich an ein umfassend verwobenes Göttliches in uns glaube. Humanistisches Heidentum ist inzwischen genauso meine Heimat geworden, wie aufgeklärtes Ur-Christentum mein zu Hause ist. Indem ich mich heute mit dieser toleranten Dortmunder ev. Nordstadt-Gemeinde wiederverbinde, möchte ich eine neue Brücke bauen. Über Grenzen und tiefe Gräben beider Religionen hinweg.

 

Dazu ein Gebet als Gedicht:    

 

Re-naissance – Wiedergeburt eines Traums 

 

Ich glaube an Jesus, den Christus in mir,

Maria Magdalena beseelt Träume in dir?  

Ein liebendes Paar, wie Adam und Eva!

Judas bringt Licht ins Dornröschenschlaf-Thema.

 

Wie gutes Brot, empfangen aus Samen,

aus Sonne geboren, mit Wasser entsteht:  

MutterGaia unsre Erde, zur Göttin erkoren.

Freud euch, ihre Kinder, sie ist schön und sie bebt!

 

Weisheit erschaust’ in Hypatias Namen,

Geist der Antike weht frei wie er will.

Nach göttlichem Vorbild schon in unsren Ahnen,

geschöpft und erfunden, der Himmel träumt still.

 

       Auch schon im Steinkreis der alten Schamanen,

hab’n wir’s erlebt und sind abends gestorben.

Ein Schlummer im Mondlicht lässt heute erahnen,

wie schön uns das Leben schon damals geborgen.

 

Die Zukunft im Dunkel ..doch manchmal - ein Traum?

Ein Stern weckt uns weisend ganz früh in den Morgen,   

Himmelsscheibe von Nebra                bevor unsre Sonne küsst leis ihren Baum      

 

Der Lebensgeist in uns, das ist auch ihr Feuer,

facht zyklisch schnell an und verwandelt sein Licht.

Ganz andre Aspekte mit neuen Gestalten,

Spiralen dreh’n vorwärts.. Zeit reift - doch altert sie nicht.

 

Amen.

 

"...Daher bitten wir um Frieden für die Götter der Väter und die Götter der Heimat. Es ist gerecht, das Ziel der individuellen Religionsausübung als Einheit zu verstehen. Zu denselben Sternen blicken wir empor, der Himmel ist uns gemeinsam, dasselbe Weltall umgibt uns. Was liegt daran, unter welchem System ein jeder die Wahrheit erforscht? Auf einem Weg allein kann man nicht ein solch erhabenes Mysterium erkennen. Doch wäre dies eine akademische Diskussion. In der gegenwärtigen Lage tragen wir Bitten, nicht Streitfragen vor.“

Der Senator Quintus Aurelius Symmachus, gleichzeitig ein hoher Priester des röm. Vesta-Kultes, bat so im Jahr 385 den (schwachen) Kaiser Valentinian II, als es um Abschaffung und Verbot der paganen Religion Roms ging.

Der einflußreiche Erzbischof von Mailand, Ambrosius, lehnte jenen heidnischen Kult jedoch ab. Für ihn war die Stadtgöttin Victoria ein Dämon, wie alle anderen nichtchristlichen Götter auch. Er drohte dem Kaiser mit Exkommunikation. Jener musste daraufhin die Bittschrift des Symmachus ablehnen.

...Allerdings dürfen auch die dunklen Seiten solcher Kulte nicht verschwiegen werden. Beispielsweise wurden die 7 vestalischen Priesterinnen als Hüterin des Herdfeuers bereits in einem Alter zwischen 6 - 10 Jahren erkoren. In den folgenden 30 Jahren waren sie dem Keuschheitsgelübde unterworfen. Verloren sie vorzeitig ihre Jungfräulichkeit, konnten sie bei lebendigem Leibe begraben werden. Allerdings war jene grausame Bestrafung aus politischen Gründen zuletzt wohl nicht mehr durchsetzbar gewesen.

Quellen: Buch von Christoph Markschies 'Das antike Christentum', bzw. Wikipedia

Nachtrag 2018: "Jesus Christ is my chief Druid" , bringt es der christopagane Anglikanische Priester Shawn Sanfort Beck aus Kanada inzwischen gut auf den Punkt!