Kirche versus -halbwegs seriös betriebene- Astrologie?? - 2021


Der Weltanschauungsbeauftragte der ev. Kirche von Westfalen 
  fragt unter http://wordpress.p374371.webspaceconfig.de/2021/01/05/der-6-januar-ein-astrologischer-feiertag/?fbclid=IwAR3yB6xYdJHHWxW_ijQhTu5fWukA74hTk9YqKWxXAsvb3YeiLg_WqQ_h6XkIst „Der 6. Januar, ein astrologischer Feiertag? ….Das zweite Kapitel des Matthäusevangeliums erzählt ist von solchen Astrologen („Magier“ heißen sie im Griechischen), die einem Stern folgten, um den neuen König der Juden zu finden. Sie haben vom Himmlischen auf Irdisches geschlossen und eine große Himmelserscheinung auf einen großen Herrscher gedeutet. Ihr anfänglich überlegenes Wissen führt sie aber irrtümlich – und fast fatal! – in die Königshaupt­stadt Jerusalem.

Schriftstudium statt Himmelsbeobachtung

Aber der zur Welt kommende Gott entsagt aller Macht. Um ihn zu finden, benötigen sie die Hilfe der Schriftgelehrten. Nicht die Himmelserscheinung, sondern Gottes Zusage ist das Thema dieser Erzählung. Dem müssen sich auch die Astrologen unterordnen. 

Das Entscheidende der biblischen Geschichte liegt also gar nicht im Himmel. Zu feiern gäbe es also hier nicht viel für die Astrologie.

Auch nicht für die seriöser auftretende „revidierte Astrologie“, in der man die Gestirne als Symbole für die menschliche Seele sieht, usw. ...“


(M)eine Antwort:   ...die fälschliche Annahme vieler Laien, auch gute Astrologen würden eigenmächtig Dinge erfinden, ist ja falsch. Naturtalentiert sowie gut geschult, erkennen sie "göttliche Träume" -auch- in vergangenen Prophetien, bzw. in der NATUR eines j e d e n von uns. Sowie zusätzlich den momentanen Zeitgeist, nach jahrtausendelang beobachteter (aber immer noch unerklärlicher)  Planeten-Synchronizität. Nicht mehr und nicht weniger. Insofern arbeitet zumindest der seriöse Astrologe höchst "fromm" und demütig, wenn er Träume/Wunschvorstellungen als „Schloss“ und natürlichen Zeitgeist als „Schlüssel“, mehr oder weniger geschult/talentiert, zu erkennen und zusammen zu führen versucht.

 

Weiter der kirchliche Weltanschauungsbeauftragte zu: Astrologie

Klassische und revidierte Astrologie in ihrem Selbstverständnis

Link:  https://sektenfragen.ekvw.de/weltanschaulicher-pluralismus/esoterik/astrologie/?fbclid=IwAR3qhmZ7P_uGPRq8tv_3PdI8sGiBuC2Vu5hP5ffUS72XylU3z617-eiL6gs 

 Astrologie – Weltanschauungsfragen: „…Die so verstandene Astrologie ist daher eher vergleichbar mit einer psychologischen Beratung als mit einer wissenschaftlichen Weltdeutung: Indem sie den Menschen mit seiner Person und seinem Schicksal als eingebunden in den gesamten Kosmos sieht, weist sie aber über die Psychologie hinaus….“  
In der Tat, sehr stimmig formuliert, lieber Herr Weltanschaugsbeauftragter!

 

Leicht ergänzungsbedürftig hingegen sein kirchliches Statement: „Aber Gott und nicht die Sterne bestimmen menschliches Leben, und das christliche Thema von Ver­wandlung und Neuschöpfung ist im astrologischen Vorstellungsrah­men nicht vorgesehen. Hieraus resultiert aber christlich verstanden auch menschliche Freiheit. Somit bleibt das Verhältnis zwischen Astrologie und christlichem Glauben auch in der Berücksichtigung ihrer seriösen Vertreter mindestens spannungsreich.“

(m)eine Antwort: "Die Sterne zwingen nicht, aber die geneigt", Thomas von Aquin. Menschliches Handeln bleibt immer frei! ...war spirituell-paganes Heidentum nicht erst Gottes „MUTTER“, mit all ihren, die innere und äußere Natur fühlenden Elementen, bis hin zum „Werkzeug“ einer die Psyche spiegelnden Astrologie? Wobei ihre Verwandlung und Neuschöpfung ein stetiger Prozess sind, der ebenso Tod und Wiedergeburt mit einbezieht und darüber hinaus geht. – DIE paganheidnische Mutter des "einen" Gottes, die doch alle jüdischen und christlichen Elemente im damaligen Zeitgeist geboren hat? Gott/Jehova/Saturn wäre dann ein TEIL dieses Weltbilds ihrer sich stetig weiter entwickelnden Kreisspirale.. Und ihre (3) „Kinder“/Religionen sollen mal nicht so zänkisch tun, welcher Weg denn nun der bessere, der „einzig richtige“ sei. Am Ende verwandelt sich Leben im Kreislauf der Großen Mutter zum Anfang zurück.

Dennoch bedarf es auch bei solchen "Kindern" ja durchaus höchst verschiedener Erziehungswege - moderne Wissenschaft (s.u. Link 1.) bestätigt es ja: das eine Kind gedeiht eher bei einem leicht ‚autoritativem‘ Erziehungsstil (AT), das an
dere blüht aber erst ‚permissiv‘ so richtig schön auf (NT nach christopagan/astrologischer Lesart). Die meisten „freien“ Eltern dürften die spezifisch-„richtigen“ Bedürfnisse ihres Kindes schon INSTINKTIV richtiger erkennen. Vielleicht „suchen“ sich Kinder auch die „passenden“ Eltern („Schloss“ der Träume) und ihren „göttlichen“ Geburtsmoment (Zeitgeist-„Schlüssel“) wohl aus – genauso gut anders auch herum(??) Und für diejenigen, die dann doch von „falsch“ angewandter Theologie, inklusive deren Erziehungs“pädagogik“, zu sehr verkorkst werden, steht seit Freud & Jung ja glücklicherweise nun wieder eine seelenheilende Psychotherapie bereit; nebst älteren -hier hoffentlich: seriöseren- Wegen von Naturheilkunde, Schamanismus und Astrologie.

Noch ein 2. sehr schöner Artikel im ‚Spektrum (s.u.) beschreibt neuere Forschung, wie schon ein Placebo die Heilung bei leicht-mittlerer Depression beschleunigen kann. In der wissenschaftl. Untersuchung war es durch den Wort-Namen vermittelter „Rosenwurz“. Ähnliche Effekte berichtet ja schon das NT über Jesu heilsame Worte. Ebenso ritualmagische Worte/Gesänge/Placebos eines Schamanen, oder manchmal auch des Homöopathen (solange der Patient das „aufzunehmen“ bereit ist und es nicht von vornherein innerlich ablehnt)?! 
Dazu die Presseartikel
1. https://www.spektrum.de/news/kindererziehung-gibt-es-den-richtigen-erziehungsstil/1818665?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

                2. https://www.spektrum.de/news/placebo-effekt-hilft-bei-der-psychotherapie-von-depressionen/1818737?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE